Pinterest – Vielleicht die perfekte Plattform für dein menschliches Marketing?

22.03.2024

Gastartikel von Lilli Nawrath

Für mich bedeutet menschliches Marketing, gemäß meinen Werten und nach meinen Bedürfnissen Marketing zu betreiben. Ganz ohne Druck auszuüben und mit einer extra Portion Empathie. Daher gleich am Anfang ein großes Dankeschön an Allegra, die mir mit ihren Blogartikeln das Thema menschliches Marketing so viel nähergebracht hat! Wenn du dich auch für menschliches Marketing interessierst (und davon geh ich aus, weil du hier auf Allegras Blog bist), dann jetzt einfach weiterlesen.

In diesem Blogartikel erfährst du:

  • was Pinterest überhaupt ist
  • warum Pinterest die ideale Plattform für dein menschliches Marketing sein könnte
  • und für wen sich Pinterest Marketing eigentlich eignet

Am Ende bekommst du noch eine Zusammenfassung der wichtigsten Learnings und ich verrate dir, wie du deine Traumkundschaft mit Pinterest am besten erreichst.

Was ist Pinterest?

Auf Pinterest sind aktuell fast 20 Mio. Menschen im DACH-Raum unterwegs. Sie suchen nach Inspirationen und Lösungen zu den verschiedensten Themen. Ja, „suchen“! Denn Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine und funktioniert ähnlich wie Google. Die Ergebnisse erscheinen jedoch nicht als Textlinks, sondern in Form von Grafiken, den sogenannten Pins.

Menschen öffnen Pinterest in erster Linie dann, wenn sie etwas in ihrem echten Leben umsetzen möchten. Dafür sind sie auf der Suche nach Ideen und Tipps, die du ihnen im besten Fall zur Verfügung stellst.

Du kannst jedem Pin eine eigene URL hinzufügen und mit nur einem Klick landet die Nutzerschaft dann auf dem dahinterliegenden Content (das kann dann dein Blogartikel, eine Podcastfolge, dein Freebie oder auch dein Angebot sein).

Pinterest ist also eine echte Traffic-Maschine und bringt dir reihenweise interessierte Menschen auf die Website, wie der FC Bayern Fans ins Stadion. ;)

Jetzt zeige ich dir fünf Facts, was Pinterest als Marketing-Tool so menschlich macht.

5 Fakten, warum Pinterest ideal für menschliches Marketing ist

1. Positive Plattform

Pinterest ist DIE positive Plattform im Internet. Was heißt das jetzt aber genau? Auf Pinterest findest du z. B. keine Hate-Kommentare. Ich habe zumindest noch nie welche gelesen und ich nutze die Plattform schon sehr lange.

Pinterest hat noch dazu einige hilfreiche Tools in die Suchfunktion integriert, die zum persönlichen Wohlbefinden beitragen. Zum Beispiel das Hauttypen-Tool oder das Körpertypen-Tool (kommt dieses Jahr nach Deutschland). Du kannst dann zwischen vier verschiedenen Typen wählen und anhand deiner Auswahl werden dir die Ergebnisse präsentiert.

Politik findest du auf Pinterest auch nicht. Man kann sagen, Pinterest ist ein Ort im Internet, der sich zum „kurz Abtauchen“ gut eignet. Das sogenannte Doomscrolling (Konsum von negativen Nachrichten im Internet) gibt' auf Pinterest damit nicht.

Du kannst dich und dein Business also in einem positiven Online-Umfeld präsentieren. Und da kommen wir schon zum zweiten Fact.

2. Interessierte Zielgruppe

Menschen kommen aktiv auf Pinterest und suchen nach Inspiration und nach Themen, für die sie sich interessieren. Es geht also nicht darum, anderen beim Essen zuzuschauen, sondern selbst zu kochen!

Und das AKTIV ist hierbei so entscheidend. Die Nutzerschaft verwendet Pinterest nicht täglich, der Durchschnitt liegt etwa bei ein- bis zweimal im Monat. Dann wird aber aktiv nach den eigenen Interessen gesucht, sei es privat oder beruflich. Passives Scrolling gibt es in der Regel nicht. Ich habe aber auch schon gehört, dass Menschen nicht mehr so schnell „loskommen“ und sich nur schwer entscheiden können, weil es so viele tolle Pins gibt.

3. Ohne 24/7 online zu sein

Menschliches Marketing heißt auch, Marketing so zu gestalten, dass es zu deinen Bedürfnissen und Ressourcen passt. Wie viel Zeit und Geld hast du für dein Marketing zu Verfügung?

Auf Pinterest musst du nicht jeden Tag online sein, nicht mal jede Woche. Du kannst deine Pins vorplanen. Direkt in Pinterest ist dies für zwei Wochen möglich. Es gibt aber auch Drittanbieter (z. B. Tailwind, Planoly oder Storyflash), da kannst du deine Pins sogar für mehrere Wochen im Voraus planen. Du setzt dich am besten an einem Tag im Monat hin und bereitest deine Pins für die nächsten Wochen vor, zack fertig Wochenende!

Am Anfang solltest du jedoch mehr Zeit einplanen und deinen Account einmal richtig anlegen. Nachfolgende Punkte helfen dir dabei:

  • Führe eine Keyword-Recherche durch. Denn wie bereits erwähnt, ist Pinterest eine Suchmaschine und funktioniert auch so. Nutze hier ergänzend zu den üblichen Keyword-Tools unbedingt auch die Pinterest-Suche. Gib hierzu für dein Business relevante Wörter in die Suchfunktion ein und schau dir an, was Pinterest dann ergänzt. Zusätzlich bietet dir Pinterest ergänzende Punkte an, die du in deine Keyword-Liste mit aufnehmen kannst. Das sieht dann so aus:

  • Spicke deine Pin- und Pinnwand-Titel, deine Profil-, Pin- und Pinnwand-Beschreibungen mit den recherchierten Keywords. Hashtags brauchst du auf Pinterest daher nicht verwenden.
  • Erstelle eine übersichtliche Pinnwandstruktur. Frage dich: Was interessiert meine Zielgruppe?
  • Erstelle Vorlagen für deine Pins (z. B. in Canva). Die kannst du dann immer wieder verwenden, das spart dir eine jede Menge Zeit!
  • Recycle deinen Content. Du hast bereits einen Blog? Optimal! Nutze die Inhalte für Pinterest und bring durch deine Pins ein interessiertes Publikum auf deine Seite.

Pinterest Business ist außerdem komplett kostenlos. Der blaue bzw. der rote Haken kostet auf Pinterest auch nichts.

Falls es dir an der Ressource Zeit mangelt, kannst du deinen Pinterest-Account auch in professionelle Hände abgeben. Also an mich zum Beispiel. ;) Pinterest eignet sich super, um es auszulagern. Denn nicht du stehst im Mittelpunkt des Geschehens, sondern deine Inhalte. Und da kommen wir schon zum nächsten Punkt.

4. Personal Media statt Social Media

Auf Pinterest geht es in erster Linie um die Interessen der Nutzerschaft, egal ob beruflich oder privat. Es geht darum, dass du deine Expertise und dein Wissen zur Verfügung stellst und damit anderen Menschen hilfst. Dein soziales Leben spielt keine Rolle. Es interessiert zum Beispiel nicht, ob du gerade beim Yoga warst. Auf Pinterest ist vielmehr interessant, wie Yoga funktioniert!

Auch Follower spielen eine untergeordnete Rolle und sind nicht entscheidend für deinen Erfolg. Deine Pins werden einerseits im personalisierten Homefeed (Follower, Nutzerverhalten) angezeigt und andererseits über den Searchfeed. Also genau dann, wenn Menschen aktiv nach deinem Thema suchen. Das finde ich super, denn so bekommst du ein Publikum auf deine Website, das sich wirklich für deine Inhalte interessiert.

Ein Nachteil ist aber, dass sich Pinterest weniger für den Netzwerksaufbau eignet als LinkedIn oder auch Instagram. Und Menschen kaufen ja bekanntlich von Menschen (jedoch gibt es unter Content Creatorn auch richtig tolle Communitys auf Pinterest).

Pinterest kann trotzdem eine wertvolle Plattform für Selbstständige sein, um ihre Expertise zu teilen und so eine interessierte Nutzerschaft am Anfang ihrer Kundenreise anzusprechen.

5. Nachhaltige Plattform

Das Beste kommt zum Schluss!

Deine Inhalte stehen langfristig zur Verfügung und deine Pins können noch Jahre nach der Veröffentlichung gefunden werden. Eine echt nachhaltige Plattform also, dieses Pinterest.

Je länger ein Pin im Umlauf ist, desto mehr Reichweite und Sichtbarkeit kannst du bekommen. Hierbei spielt das sogenannte Repinnen eine wichtige Rolle. Das heißt, andere Nutzer*innen finden deine Pins gut und merken sich diese dann auf ihren Profilen. So werden deine Inhalte dann wieder anderen Menschen ausgespielt und das kann unendlich so weiter gehen.

Mir haben jetzt schon einige Menschen auf LinkedIn geschrieben, dass sie Pinterest gar nicht mehr aktiv nutzen, aber immer noch jede Menge Traffic darüber bekommen. Also einmal richtig aufgesetzt und bespielt, kannst du mit Pinterest noch ganz lange Traffic generieren.

Eine Frage, die mir auch immer wieder begegnet, ist: „Lilli, wie oft sollte ich pinnen?“. Früher galt: „Je mehr, desto besser!“ Heute ist dies nicht mehr der Fall und Pinterest empfiehlt dir: „Erstelle mindestens einmal pro Woche neue, originelle Pins, um regelmäßig Content zu liefern.“

Und es wird noch besser: Pinterest ist auch auf Google indexiert. Das heißt, deine Pins werden auch auf Google gefunden und obendrein wird dein Ranking auch noch positiv beeinflusst. Win-win!

Jetzt kläre ich noch eine Frage, die mir auch oft begegnet.

Für wen eignet sich Pinterest?

Oft taucht die Frage auf: Ist Pinterest nicht diese DIY-Plattform? Ja! Aber nicht nur. Pinterest eignet sich für fast alle Branchen. Die Menschen kommen mit einem Problem und suchen dafür die Lösung, die du ihnen im besten Fall bereitstellst. Hier mal zwei Beispiele, wie das auf Pinterest aussehen kann:

Beispiel 1

Problem: Ich weiß nicht, was auf eine Über-Mich-Seite gehört (so ging’s mir, als ich meine Website erstellt habe).

Suchanfrage auf Pinterest: Über-Mich-Seite Vorlage

Lösung: Blogartikel von Allegra: „5 Bausteine für eine Über-Mich-Seite, die verkauft (+ Vorlagen & Beispiele)“

Beispiel 2

Problem: Was soll ich nur posten?

Suchanfrage auf Pinterest: Instagram Story Ideen

Lösung: Freebie „10 Story-Ideen für Instagram“

Bei letzterem Beispiel bekommst du im besten Fall noch eine Newsletter-Anmeldung und hast dadurch deine E-Mail-Liste erweitert.

Stell dir am besten folgende zwei Fragen, um herauszufinden, ob Pinterest für dich und dein Business in Frage kommt:

  • Ist deine potenzielle Zielgruppe auf Pinterest unterwegs? Schau hier doch mal, ob sich deine Mitbewerber*innen auf Pinterest rumtummeln.
  • Kannst du mit deinen Inhalten einen echten Mehrwert bieten und hast du auch die entsprechende Menge an Content? Bist du dir nicht sicher? Dann kannst du gerne bei mir melden und ich check das für dich.

Fazit

Pinterest ist meiner Meinung nach ein super Kanal für menschliches Marketing – nachhaltig, ohne Druck und mit einer interessierten Nutzerschaft.

Du kannst auf Pinterest Menschen ansprechen, die aktiv auf der Suche nach deinen Inhalten sind. Du brauchst niemanden erst „überzeugen“. Außerdem kannst du dir deine Zeit frei einteilen und deine Inhalte einfach für ein paar Wochen vorausplanen. Somit musst du nicht ständig online sein und kannst dich auf dein Kerngeschäft konzentrieren (oder in den Urlaub fahren). ;)

Jedoch ist Pinterest weniger für den Aufbau von Beziehungen geeignet. Vielmehr kannst du Menschen ansprechen, die sich noch am Anfang ihrer Kundenreise befinden und nach Ideen mit echtem Mehrwert suchen – den du ihnen dann zur Verfügung stellst. Zum Beispiel in Form von Blogartikeln, eines Freebies, deines Newsletters oder auch eines Mini-Produktes. So erreichst du eine aktive Nutzerschaft, die sich wirklich für dein Thema interessiert!

Über Lilli

Lilli ist Innovationsmanagerin und Pinterest-Expertin und unterstützt dich gerne bei deinem Start auf Pinterest oder übernimmt die komplette Betreuung deines Pinterest-Accounts. Schau gerne auf ihrer Website und ihrem LinkedIn-Profil vorbei oder – wenn du schon auf Pinterest bist – auch gerne da.

Mehr Tipps für menschliches Marketing?

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